Siegen: Veranstaltungsreihe zum Thema:
Bedingungsloses
Grundeinkommen - als
zukunftsweisende Idee für Arbeit, Wirtschaft, Soziales, Kultur, Bildung
und Demokratie
Organisiert von der
‘Arbeitsgruppe bedingungsloses Grundeinkommen etc. Siegen‘ in Kooperation
mit: Kölner Initiative Grundeinkommen, Bürgerinitiative bGE Berlin,
Kulturreferat/Kulturkaffee Uni Siegen, BlueBox, VEB, Attac, Die Linke
Siegen, Juso HSG, uni:grün, Netzwerk Grundeinkommen. Veranstaltung am 02. und 03.11.2011:
Der Referent behauptet,
Grundeinkommen sei wie ein guter Krimi. Man denke immer, man habe schon
die Antworten, dabei sähen diese – aus der inneren Logik der Tatsachen –
zumeist ganz anders als erwartet (und befürchtet?) aus. Wir freuen uns darauf und laden herzlich ein, die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens mit dem Referenten Ralph Boes - im Rahmen des Vortrages, einer anschließenden Diskussion und des Workshops – zu betrachten und zu besprechen!
Weitere Veranstaltungen der Initiative:
Filme: Designing Society & Bedingungslos glücklich / BlueBox / 07.11.11 / 19:30 Filme: Designing Society & Bedingungslos glücklich / VEB / 16.11.11 / 19:30
Zu den Filmen: -> Designing Society (2007): Ein Film zum Grundeinkommen von Jördis Heizmann (ca. 30 Min).
-> Bedingungslos glücklich
– Freiheit und Grundeinkommen (2011): Ein Film von Ilona Kalmbach und
Sabine Jainski (ca. 45 Min). Auch in einer Zeit, in der man die großen Utopien ad acta gelegt hat, treiben neue soziale Ideen die Menschen rund um den Globus an. Eine dieser Ideen ist das bedingungslose Grundeinkommen für alle Bürger eines Staates oder sogar alle Menschen weltweit. Damit wären sie frei, nur die bezahlte Arbeit zu verrichten, die sie wirklich tun möchten, und könnten zugleich wichtige Arbeiten, die kaum oder gar nicht entlohnt werden, zum Wohle des Gemeinwesens leisten. Das stärkt die individuelle Verantwortung ebenso wie die gesellschaftliche Solidarität, sagen die Befürworter, und könnte auch zur Lösung der kommenden Wirtschafts- und Energiekrisen beitragen. In
Deutschland und der Schweiz ist die Bewegung zum Grundeinkommen in den
letzten Jahren stark gewachsen - das Engagement geht quer durch alle
Parteien und Schichten. Im November 2010 beschäftigte sich sogar der
Deutsche Bundestag mit einer Petition zum Grundeinkommen. Verschiedene
renommierte Institutionen haben Modellrechnungen vorgelegt, die zeigen,
dass Grundeinkommen auch finanzierbar ist. Erste Modellversuche im Ausland
verliefen erfolgreich. Von der Utopie zum neuen Lebensgefühl Stellen wir uns vor, in Deutschland oder in der Schweiz würde das bedingungslose Grundeinkommen eingeführt. Was könnte das für jeden einzelnen von uns bedeuten? Die Dokumentation von Sabine Jainski und Ilona Kalmbach beleuchtet die aktuelle Diskussion mit prominenten Befürwortern und Gegnern. Sie zeigt, wie aus einer utopischen Idee ein sehr reales neues Lebensgefühl heranwächst: Von der Lebensgemeinschaft auf dem Land bis zum erfolgreichen Unternehmen, von der Köchin bis zur Lehrerin, vom Blogger bis zum Wirtschaftsprofessor nehmen immer mehr Menschen ihre Zukunft selbst in die Hand. Der Film behandelt auch die Fragen: Was würden Sie arbeiten, wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre?
- Sascha Liebermann: Vortrag "Freiheit statt Vollbeschäftigung. Weshalb ein bedingungsloses Grundeinkommen Demokratie, Solidarität und Leistung fördert" mit anschließender Diskussion / VEB / 25.11.11 / 19:30
Sascha Liebermann hat 2003 gemeinsam mit Kollegen die Initiative „Freiheit statt Vollbeschäftigung“ gegründet. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die öffentliche Diskussion zum bedingungslosen Grundeinkommen anzuregen und zu fördern. Er studierte Philosophie, Soziologie und Psychoanalyse, an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main und wurde dort zum Dr. phil (Soziologie) promoviert. Von 1999-2007 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent an der Technischen Universität Dortmund. Zur Zeit ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr-Universität Bochum und leitet ein Forschungsprojekt zum bedingungslosen Grundeinkommen.“
Seit ungefähr sechs Jahren wird ein bedingungsloses Grundeinkommen als Alternative zu bestehenden Sicherungssystemen öffentlich diskutiert. Worum geht es bei diesem Vorschlag? Statt an den Sicherungssystemen wie Arbeitslosengeld, Rente, Sozialhilfe usw. weiterhin herzumzudoktern, will das Grundeinkommen sie auf ein anderes Fundament stellen. Während heute Ansprüche auf Transferleistungen (Arbeitslosengeld I, Rente usw.) erst erworben werden müssen oder die Bedürftigkeit eines Antragstellers (Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Bafög usw.) erst festgestellt werden muss, setzt das Grundeinkommen dort an, wo die Demokratie ihr Fundament hat: am Staatsbürger. Wer Staatsbürger ist, soll es erhalten, ohne dass er Ansprüche erwerben oder Bedürftigkeit nachweisen muss. Personen, die keine Staatsbürger sind, aber sich dauerhaft in Deutschland aufhalten, sollen ebenfalls ein Grundeinkommen erhalten. Von der Wiege bis zur Bahre, für Erwachsene wie Kinder gleichermaßen, stünde damit eine dauerhafte Absicherung zur Verfügung, die Freiräume verschafft. Nicht mehr die Sorge um das Auskommen müsste Menschen beschäftigen, sie könnten sich vielmehr unbeschränkt der Frage stellen, was sie mit ihrem Leben anfangen, wie sie zum Wohlergehen des Gemeinwesens beitragen wollen. Sind die Voraussetzungen dafür gegeben?
Felix Coeln: Vortrag “ Bedingungsloses Grundeinkommen - Geld als Recht auf Leben in der Fremdversorger-gesellschaft“ mit anschließender Diskussion / BlueBox / 28.11.11 / 19:30
->„Niemand
hat mehr einen Garten hinter dem Haus, weshalb niemand mehr in der Lage
ist, sich selbst zu versorgen. Eigentumsrechte haben den Menschen davon
abgeschnitten, sich selbst zu versorgen. Wir leben in der
Fremdversorgergesellschafft und das bedeutet, dass wir alles was wir
machen, für andere machen. Nicht für uns selbst. Ronald Blaschke: Vortrag “Europa braucht ein Grundeinkommen. Von den ersten Ansätzen zur europaweiten Forderung“ mit anschließender Diskussion / VEB / 05.12.11 / 19:30
->Bislang keine weiteren Infos.
Eintritt: 5€ / 3€ ermäßigt - ob Sie die Ermäßigung in Anspruch nehmen, dürfen Sie selbst entscheiden.
Die Vorträge werden etwa 30 – 40 Minuten lang sein. Für die anschließenden Diskussionen sind dann nochmal 60 – 90 Minuten eingeplant.
Ausserdem:
Party – mit Musik für eine bedingungslos bessere Welt / KultKaff Uni Siegen / 16.12.11 Wander-Ausstellung zum bedingungslosen Grundeinkommen / verschiedene Orte / Mitte Nov. bis Mitte Dez. /
Eintritt frei. Spenden erwünscht.
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