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Je rigider man die Wahrheit deckelt und verdrängt, desto verheißungsvoller schwillt und schillert in der AG nicht die amerikanische „Immobilien-“ - sondern die anthroposophische „Christus-Blase“…
„Christus“ plötzlich … überall. |
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Zum inquisitorischen Umgang mit der Wahrheit in
der AG
Gleich auf der ersten Seite der “Mitteilungen“ (Ausg. 9 / Nov. 2008, S.13) findet man an hervorgehobener Stelle zwei wichtige Anmerkungen zum Konflikt mit der UFK:
Die erste, direkt neben der Überschrift „Christus und die Ruinen“, behauptet, dass dank des neuen Schlichtungsverfahrens die Beteiligten sich endlich geeinigt hätten und die Landesgesellschaft der AG dadurch „wieder zum Handeln fähig“ sei.
Die zweite stellt in Aussicht, dass „im Nachtrag zur Schlichtung“ nun die Vermittler "die Betroffenen des Vorganges zu Wort kommen …“ lassen würden.
Mit solcher Ankündigung, die wirklich ein Novum in der Geschichte der „Mitteilungen“ wäre, weil die Leitung der Anthroposophischen Gesellschaft bis dahin jede eigenständige Äußerung der UFK unterdrückte, man sich an anderer Stelle sogar nicht scheute, willentliche Fehldarstellung über die UFK zu drucken (s. hier>>) und die Veröffentlichung einer von der UFK eingeforderten "Richtigstellung" (s. hier>>) zu unterlassen - soll nun in den Mitteilungen der Eindruck erzeugt werden, dass „die Beteiligten sich endlich geeinigt“ hätten und die Gesellschaft wieder „befriedet“ und „zum Handeln fähig“ sei. (A.Neider)
Davon kann allerdings kaum die Rede sein: Man muss nur anschauen, wie Judith von Halle, Edda Lechner und Peter Tradowsky dem Bericht der Schlichter im "Nachtrag zum veröffentlichten Schlichtungsergebnis" widersprechen, um die nur mühsam verdeckten Abgründe dieser „Schlichtung“ zu sehen:
Tatsächlich kann man sich des Eindruckes nicht erwehren, dass durch die Schlichtung der ganzen Berliner Krise nachträglich eine andere Bedeutung geben wird als sie tatsächlich hatte - und damit die Arbeit der UFK von vorneherein entwertet werden soll. - Dass die Schlichter nicht unvoreingenommen geurteilt haben, habe ich schon in meiner Betrachtung des ersten Schlichtungsberichtes gezeigt.
Damit sind die Abgründe der Schlichtung aber noch nicht ausgelotet: Im nächsten Schritt scheint auch der UFK eine Stellungnahme zum Schlichtungsverfahren eingeräumt zu werden. „Die Mitglieder der Urteils-Findungs-Kommission legen Wert auf die Wiedergabe der folgenden Aussage“ steht da. Und dann folgt in Anführungszeichen ein Text, welcher als „Zitat“ der UFK ausgegeben wird. - (Das veröffentlichte Zitat siehe hier) Das Problem ist nur, dass dieses Zitat nicht stimmt! - (Das ursprüngliche Zitat siehe hier) Man hat es äußerst stark verändert – nicht einmal die Zeitform blieb erhalten – und radikal dem Deutungswillen der Obrigkeit angepasst. Nur ein müdester Ausguss des ursprünglichen (frischen) Textes, wurde zugelassen und alle Aussagen, in denen DER WAHRE IMPULS des Textes und DAS SELBSTVERSTÄNDNIS DER UFK aufleuchteten, wurden gelöscht! - (Vergleich der Veränderungen siehe hier)
Dass man einen derart als „Aussage der UFK“ angekündigten Text erst durch den Verdauungsapparat der Obrigkeit zwingt – und das vollständig entweste Ausscheidungsprodukt als „Stellungnahme der UFK“ präsentiert, ist an und für sich schon eine Ungeheuerlichkeit. 1 Dass man darunter schreibt: „Wir geben die Aussagen weiter, da wir allen Beteiligten die Möglichkeit geben wollen, sich zum Vermittlungsverfahren zu äußern“…ist ein Skandal. 2
Beispiele für solche Verfälschungen ursprünglicher Aussagen findet man in allen diktatorischen Systemen und natürlich – man frage Herrn Klüncker – in Massen in der „heiligen Inquisition“. Man darf laut fragen:
- Wie es nun WIRKLICH gemeint war mit der „Schlichtung“, sieht man an der freigiebigen Art und Weise, in der der schwer erkämpfte „Abschlussbericht der UFK“ jetzt der Mitgliedschaft zur Verfügung gestellt worden ist:
wird in den „Mitteilungen“ mitgeteilt. ("Mitteilungen" Nr. 8 / Nov. 2008, S.18, 3.Spalte unten) Wer ist in der begnadeten Lage, ihn dort wahrzunehmen?
Nehmen wir die Dinge mit Humor:
Wenn IHNEN, meine Herren von der hochgeschätzten
Obrigkeit, der Bericht in elektronischer Form nicht zur Verfügung stehen sollte, dann
stelle ich ihn Ihnen gerne zu!
Doch nicht nur SIE, sondern JEDES Mitglied der AG soll den Bericht so haben können: Für eine freie Wahrnehmung der Vorgänge innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft, wie sie von der Mitgliedschaft erwünscht und finanziert (!) wurde und die durch den Vorstand hätte selbstlos ermöglicht werden müssen, damit man die Kernprobleme der Anthroposophischen Gesellschaft sehen, diskutieren und dann auch einmal wandeln kann, biete ich hier an, jedem kostenlos den Abschlussbericht der UFK als PDF zu senden, der Interesse daran äußert und Mitglied in der Anthroposophischen Gesellschaft ist.
Die Bestellung - möglichst mit einer Kopie des Mitgliedsausweises - bitte senden an: ralphboes@schauen-und-sinnen.de
oder an Ralph Boes, Spanheimstr. 11, 13357 Berlin
Telefonisch bin ich zu erreichen über: (030) 499 116 47
Nachtrag: In Info 3 stellt Ramon Brüll die Frage, ob sich die AG nicht auflösen solle … Andreas Neider fragt dagegen, ob der Mut fehle, sich zur Anthroposophie in Form ihres äußeren Instrumentes zu bedienen. Nein, Herr Neider - nein, Herr Wittich, Herr Schiller, Herr Krampen, Herr Bodack usw. usf. – Nicht fehlender MUT ist es, der einen zögern lässt, sich der Anthroposophie „in Form ihres äußeren Instrumentes zu bedienen“ - der einfache Anstand lässt uns scheuen.
Berlin, den 09.11.2008, Ralph Boes
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1 Hoffen wir, dass der dem Text entnommene gesunde Geist beim Vorstand gesundende Kräfte entfaltet ... :-)) 2 Man kann auch sagen: ist - in die Form von „Fürsorge“ gekleidete – Heuchelei …
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Den offiziellen "Abschlussbericht"
der Urteils-Findung-Kommission
Zu den "Materialien" im Prozess der UFK
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